Bachelor-Thesis – Interview mit Simone Schein

Heute starten wir unsere Serie zum Thema „Bachelor- und Master-Thesis“. In Zukunft wollen wir euch in Interviews mit unseren Fern- und Campus-Studierenden einen Einblick in die Bearbeitung von wissenschaftlichen Arbeiten geben und auch unsere Studis dahinter näher vorstellen. Den Anfang macht Fernstudentin Simone, die gerade ihr Bachelor-Thesis abgeschlossen hat.


Name:
Simone Schein
Alter: 55
Fernstudiengang: Bachelor Psychologie
Ende Studium: Juli 2018
Thema der Bachelor-Thesis: „Lebenslanges Lernen als Paar jenseits der individuellen Komfortzone – Untersuchungen zu Toleranz und Motivationsaspekten.“

1. Wie bist du auf das Thema gekommen?

Auf das Thema bin ich durch das gemeinsame Berufsbegleitende Studium an der PFH mit meinem Mann gekommen. Der Titel meiner Arbeit lautet: „Lebenslanges Lernen als Paar jenseits der individuellen Komfortzone – Untersuchungen zu Toleranz und Motivationsaspekten“. Insbesondere die Themen in dem Titel, nämlich Komfortzone, Toleranz und Motivation waren immer wieder die Themen, die von unserem Umfeld an uns herangetragen wurden. Im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis wurden wir auf der einen Seite dafür bewundert, dass wir ein Berufsbegleitendes Studium in Angriff genommen haben. Auf der anderen Seite war der Tenor jedoch, dass die meisten aus unserem Umfeld, sich für sich selbst nicht vorstellen können, ihre Komfortzone zu verlassen. Hier spielen natürlich auch die individuellen Motivationsaspekte eine Rolle. Die Toleranz betraf immer wieder das Studieren mit dem eigenen Partner, dass viele für sich rigoros ausschlossen. Wir haben darin immer  wieder große Vorteile empfunden: der Partner als Peergruppe, gemeinsame Zeiteinteilung, gemeinsames Lernen.

 

2. Wie bist du bei der Erarbeitung vorgegangen?

Mit der Planung des Gesamtstudiums war das Zeitfenster für die Thesis ja schon zu Beginn des Studiums bekannt, also keine große Überraschung. Ich bin Anfang Januar gestartet und hatte direkt in der ersten Woche das Forschungs-Kolloquium. Im Rückblick muss ich allerdings sagen, dass man sich sofort um einen möglichst frühen Termin bei seinem betreuenden Professor kümmern sollte, um schnellstmöglich eine Gliederung zu formulieren. Meiner Erfahrung nach ist der Termin für das zweite Forschungs-Kolloquium schon zu spät. Insbesondere wenn eine, wie ich es gemacht habe, empirische Arbeit geschrieben wird.

 

3. Ist dir das Schreiben leichtgefallen oder hattest du auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen?

Meiner Meinung nach ist es das wichtigste ein Thema zu finden, für das man sich begeistern kann. Die Bearbeitung meiner empirischen Thesis war sehr zeitaufwändig: Für die qualitative Forschung musste ein Interview-Leitfaden formuliert werden, die geeigneten Interview-Partner gefunden und interviewt werden, die Transkriptionen durchgeführt und codiert werden. Für die quantitative Forschung mussten ebenfalls die Teilnehmer gefunden und die Fragebögen ausgefüllt und ausgewertet werden. Wenn ich bei all dieser Arbeit unvermeidliche Durchhänger hatte, hat mich die Begeisterung für das Thema immer wieder motiviert weiter zu machen. 🙂

 

4. Was hat dir geholfen, wenn du mal abschalten musstest, um einen klaren Kopf zu bekommen?

Sport ist wichtig! Und der Motivationskick war immer wieder die Begeisterung für das Thema.

Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, zwei für mich wichtige allgemeine Tipps zu geben:

Tipp 1: Bevor die Bachelor-Thesis abgegeben wird, sollte die Präsentation zeitgleich fertiggestellt werden. Die Präsentation bringt die wichtigsten Ergebnisse auf den Punkt, was noch einmal neue Erkenntnisse für die Thesis liefern kann.

Tipp 2: Da die Kolloquien hochschulöffentlich sind, ist dies eine besonders gute Gelegenheit sich einen eigenen Eindruck von dem Ablauf zu machen.

 

5. Wie schaut dein beruflicher Weg nach der erfolgreichen Bachelor-Thesis aus?

Ich arbeite schon seit 2008 als Heilpraktikerin für Psychotherapie in meiner eigenen Praxis. Im Rahmen des Studiums konnte ich nun zusätzlich fundiertes und umfangreiches theoretisches Wissen für die Praxis erlangen. Und nach einer wohlverdienten Pause, könnte ich mir vorstellen Anfang 2019 an der PFH den Master in Angriff zu nehmen.

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