Clean Clever Click. – Start-up daisygrip

PFH-Fernstudent Dr. Konstantin Altrichter hat mit seinem Kollegen Karl Hartmann einen hygienisch wiederverwendbaren Venen-Stauschlauch für die Blutentnahme in Krankenhäusern und Praxen entwickelt und auf den Markt gebracht. Heute wollen wir euch den „daisygrip“ und die beiden Gründer etwas genauer vorstellen.

Der Faktencheck

Wer: Dr. Konstantin Altrichter (Arzt, aktuell Fernstudium Master of Business Administration) und Karl Hartmann (Wirtschaftsingenieur) kennen sich schon aus der Schulzeit und haben sich für Konstantins Idee von „Daisygrip“ 2016 als Geschäftspartner zusammengeschlossen.

Claim: Der Stauschlauch „daisygrip“ lässt sich einfach per Sprüh- und Wischdesinfektion säubern – Die hohe Zahl von Infektionen durch Krankenhauskeime, Kosten und die Müllproduktion durch Einwegprodukte wird reduziert.  

Was: Daisygrip besteht im Gegensatz zu normalen Venenstauern nicht aus Stoff, sondern aus einem innovativen glatten Material, welches sich gut und schnell mit Desinfektionstüchern, oder -spray reinigen lässt. Das Umlegen erfolgt, wie von selbst, über einen magnetischen Verschluss.

Wo: Das Start-up präsentierte seine Idee am 11. September bei der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ und bekamen von Carsten Maschmeyer einen Deal angeboten.

 

Interview daisygrip

Wie seid ihr auf die Start-up-Idee gekommen und was verbirgt sich hinter dem Namen daisygrip?

Die Idee entstand während meines Medizinstudiums im praktischen Jahr. In der Inneren Medizin hat man als PJ’ler die Aufgabe jeden Tag bei den Patienten Blut abzunehmen. Nach einiger Zeit habe ich mich gefragt, ob die Stoff-Venenstauer eigentlich nach der einfachen Wisch-Reinigung adäquat aufbereitet sind. Eine kurze Recherche zeigte, dass die Studienlage dazu bereits seit Jahren eine eindeutige Meinung hat: NEIN! Nachdem ich keine hygienischen Venenstauer finden konnte erörterte ich das Problem mit Karl. Dieser sah ebenfalls das Potential der Idee und wir entwickelten einen ersten Prototypen – so entstand daisygrip. Der Name leitet sich von unserem Arbeitstitel „desi“ ab, was im Krankenhaus häufig als Abkürzung für die Desinfektion verwendet wird. Nach hundertfacher Benutzung dieser Abkürzung personifizierte sich „desi“ zu „daisy“, mit der wir arbeiteten. Nach einiger Zeit kam noch das grip hinzu, wodurch wir auf den festen Halt des Produktes hinweisen.

Wie verlief die Umsetzung von daisygrip? Hat die PFH euch bei der Gründung unterstützt?

Zunächst tüftelten wir in der heimischen WG, mehrere Monate lang, an diversen Prototypen. Damit konnten wir auch bereits das EXIST-Gründerstipendium einwerben. Währenddessen suchte ich nach einer Fernuniversität, die einen besonderen Fokus auf die Existenzgründung legt. Dies war mir wichtig, da ich noch nicht über viel Wissen in dem Bereich Unternehmensgründung, -führung, etc. verfügte. Diese Grundlagen wollte ich einerseits durch ein MBA-Studium erlangen, andererseits durch gezielte Coachings. Das ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH konnte uns viele Fragen während der Gründung des Unternehmens beantworten. Besonders die gezielten Coachings im Bereich der Gesundheitswirtschaft waren dabei immens wichtig.

Konstantin, du bist Arzt und bildest dich zurzeit mit einem BWL-Studium weiter. Karl ist Wirtschaftsingenieur. Konntet ihr euch schon immer vorstellen, euch selbstständig zu machen?

Ja, das konnten wir tatsächlich. Karl hat in seinem Master bereits mehrere Kurse im Bereich Entrepreneurship belegt, die ihn geprägt haben und zum Gründen animierten. Auch ich war früher schon sehr gründungsaffin, bereits 2011 reichte ich mein erstes Gebrauchsmuster ein und nahm an mehreren Ideenwettbewerben teil. Alleine waren die Erfolgsaussichten jedoch nicht all zu groß. Wir hoffen, dass wir nun gemeinsam ein marktrelevantes Problem lösen können.   

Warum habt ihr euch bei der „Höhle der Löwen“ beworben und wie habt ihr den Auftritt erlebt?

Zum einen waren wir auf der Suche nach Kapital, denn nach dem EXIST-Stipendium stand die erste Finanzierungsrunde an. Zum anderen suchten wir einen starken Partner, der uns mit seinem Netzwerk unterstützen kann. Weiterhin erhofften wir uns, durch die Show möglichst viele Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen.

Ihr habt einen Deal mit Carsten Maschmeyer ergattert. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit ihm und seinem Team?

Nach langer Verhandlung konnten wir leider keine Einigung erzielen. Bis dahin gestaltete sich die Zusammenarbeit sehr angenehm, aber anfangs auch sehr schleppend, was gerade für ein sehr junges Unternehmen nicht von Vorteil ist.

Den daisygrip Venenstauer kann man über daisygrip.de oder über Amazon bestellen.

Foto: Monika Kähning

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