ISWo: Interview mit Lucas von Haeff und Janis Kluge

Im Schwerpunktbereich Europa gab es dieses Semester wieder interessante Vorträge und Eindrücke von verschiedenen Dozenten. 5 Tage lang wurden wir mit Informationen für ganz Europa versorgt.

(Details dazu im Artikel ISWo). Die Studenten kennen sich jetzt bestens mit den verschiedenen Themen aus, doch wer sind die Menschen hinter diesen Themen? Wer sind die Dozenten und was können wir außerhalb der Vorträge noch von ihnen lernen? In diesem Artikel beantworten wir diese Fragen und stellen die Dozenten kurz vor. Wir wollten herausfinden, wer vor uns steht und was seine oder ihre Geschichte ist.

Der Anwalt Lucas van Haeff

Van Haeff ist Jurist. Viele glauben Jura ist ein langweiliges Fach. In seinem Vortrag über europäisches Recht hat er uns allen das Gegenteil bewiesen. Van Haeff, der seit der Gründung PFH dabei war, hat uns anhand verschiedenster Beispiele erklärt, wie europäisches Recht anzuwenden ist. Einige Beispiele oder auch „Fälle“ handelten von französischem Likör. Dieser durfte nicht ein- oder ausgeführt werden. Van Haeff hat uns anhand weniger einfacher Paragraphen und Artikeln gezeigt, wie diese gesetzliche Problematik zu umgehen ist.

PFH: Wie sind Sie zu dem gekommen, was Sie jetzt machen?

Zunächst hat van Haeff in den Niederlanden Jura studiert, später in Deutschland das deutsche Recht hier in Göttingen. Zulassungen hat er in beiden Ländern. Im Laufe der Zeit wurde ihm aber klar, dass er im Verkauf auch eine Leidenschaft hat. Aus diesem Grund, wurde er Berater in verschiedenen Firmen. Unter anderem auch zur rechtlichen Beratung. Außerdem hat er in folgenden Unternehmen im Verkauf gearbeitet: Daimler, TNT, Telekom. Weiterhin hat er eine eigene Kanzlei im Bereich Arbeitsrecht. In Koblenz ist er außerdem im Schiedsgericht für Logistik tätig.

PFH: Welchen Weg muss man einschlagen, um Ihre Tätigkeit auszuführen?

Wichtig sei es, sich selbst die Frage zu beantworten: Was will ich? Haeff hat zunächst Jura auch aus Interesse angefangen und sich später nochmal mit dem Verkauf beschäftigt. Die wichtigste Quelle, so Haeff, sei die Motivation. Diese ist ausschlaggebend für den beruflichen Werdegang.

PFH: Haben Sie eine Lebensweisheit für uns Studenten?

Van Haeff hat seinen Werdegang ausgebaut. Durch Jura und anschließenden Interessen im Verkauf hat er seine Ideen gefunden und diese geformt. Seine Weisheit lautet: „Finden Sie Ihren Rohdiamanten.“ Mit dieser sagt er, man sollte das Thema finden, das einen motiviert und daraus seinen beruflichen Werdegang bilden.

PFH: Sie haben uns berichtet, dass Sie eine spezielle Methode zum Lernen benutzen. Kann uns das im Studium helfen?

Van Haeff berichtet über eine Methode, die er genutzt hat und mit der erfolgreich gelernt hat. Das so genannte „Mindmapping“. So hat er sich zu jedem Thema eine Mindmap an die Wand gemalt (Auf Kosten des Mieters an der eigenen Wohnungswand…) und daraus ein Muster entwickelt hat. So kann man, von einem Begriff auf den nächsten schließen und eine Verbindung erstellen. Man prägt sich die Muster ein und kann sie in der Klausur anwenden.

 

Der junge Auswanderer Janis Kluge

Als Student konnte man sich mit Kluge ziemlich schnell identifizieren. Kluge ist noch sehr jung und man konnte mit ihm auf einer Augenhöhe kommunizieren. Auch seine Erfahrungen, die er mitgebracht hat, halfen uns dabei diesen Vortrag gut zu verstehen. Russland als Land und Kultur, sowie als Investitionsmöglichkeit im Businessbereich wurde uns Studenten authentisch nähergebracht.

PFH: Wie sind Sie zu dem gekommen, was Sie jetzt machen?

Durch einen Klassenausflug hat Kluge St Petersburg kennen gelernt. Daraufhin wuchs sein Interesse an Russland. Aus diesem Interesse heraus hat Kluge dann ein Auslandssemester in Russland gemacht. Dort wurde er mit vielen Fragen konfrontiert und stellte sich diesen anschließend in einer Diplomarbeit, sowie einer Doktorarbeit die noch in Arbeit ist. Aus diesem Grund bereist er regelmäßig das größte Land unseres Planeten.

PFH: Welchen Weg muss man einschlagen, um Ihre Tätigkeit auszuführen?

Grundvoraussetzung ist möglichst vorurteilsfrei zu denken oder dieser kritisch zu hinterfragen. Ein Studium in BWL oder Wirtschaftswissenschaften empfiehlt er außerdem. Am wichtigsten ist es bereit dafür zu sein seine eigenen Erfahrungen zu sammeln.

PFH: Haben Sie eine Lebensweisheit für uns Studenten?

Er hat uns nahegelegt, dass man sich auch auf riskante Dinge im Leben einlassen sollte, oder grade muss. Er zitiert dabei Hilde Domin: „Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug.“ Gemeint ist damit seine Ängste zu überwinden und den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Oft entstehen daraus positive Erfahrungen sagt Kluge.

PFH: Ist es empfehlenswert in Russland zu investieren?

Grundsätzlich ja, da ein riesiges Potenzial an Fachkräften und Ressourcen vorliegt. Er jedoch, empfiehlt dabei zuerst eine deutsche Rechtsberatung vor Ort aufzusuchen, da eine ungeplante Investition in Russland existenzielle und finanzielle Problematiken mit sich bringen kann.

Hier gehts zum Teil 2

 

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