Five facts about – Steuererklärung im Studium

Wahrscheinlich habt ihr euch wie die meisten Studenten noch nicht intensiv mit der Steuererklärung befasst. Das ist völlig normal, da man als Student in der Regel auch keine Steuererklärung machen muss. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie zum Beispiel, wenn ihr ​als Student selbstständig​ seid, mehr als einen Job habt oder Einnahmen erzielt, die über die 9.000 (2018) beziehungsweise 9.168 (2019) Euro hinausgehen. In den Fällen wisst ihr wahrscheinlich schon ein bisschen besser Bescheid als die meisten Studenten und kennt die folgenden 5 facts zur Steuererklärung im Studium womöglich schon. 

Fact 1 – Steuererstattung 

Steuern kriegt ihr nur dann zurück, wenn ihr schonmal Steuern gezahlt habt. Das ist der Fall, wenn ihr ein bezahltes Praktikum gemacht habt oder in den Ferien gejobbt habt. Leider kriegt ihr keine Steuerrückzahlung, wenn ihr einen ​Minijob​ auf 450 Euro Basis gemacht habt, da man bei einem Minijob automatisch von der Lohnsteuer befreit ist und so auch nichts zurückbekommen kann. 

Fact 2 – Sonderausgaben 

Wenn ihr momentan euer Erststudium macht, könnt ihr bis zu 6.000 € pro Jahr an Studienkosten von der Steuer absetzen. Noch besser ist es, wenn ihr nach eurem ersten Abschluss, ein zweites grundständiges Studium absolviert, welches keine Ergänzung zu eurem ersten Studium ist oder auf das erste Studium aufbaut. In eurem Zweitstudium könnt ihr dann nämlich alle Studien-Ausgaben in unbegrenzter Höhe als Werbungskosten absetzen.  Von der Steuer kann man Studiengebühren wie den Semesterbeitrag, Fachbücher oder Arbeitsmittel für die Uni, aber auch Laptop und Smartphone absetzen. Besonders bei größeren Einkäufen solltet ihr auf jeden Fall die Quittung oder Rechnung aufbewahren, um nachweisen zu können, dass ihr diese Sachen tatsächlich gekauft habt. Manche Sachen fallen aber auch unter die  Studienkosten-Pauschale. Da müsst ihr dann nicht jede Rechnung aufbewahren. 

Fact 3 – Studienkosten-Pauschalen 

Wie bereits erwähnt gibt es für manche Sachen eine Studienkosten-Pauschale. Bei  der Pauschale wurde vorher festgelegt, wie viel ihr für bestimmte Ausgaben von der Steuer absetzen könnt. Das Gute hierbei ist, dass ihr die Kosten nicht explizit nachweisen müsst. Zum Beispiel beträgt die jährliche Pauschale für Arbeitsmittel, wie Kugelschreiber, Hefte oder Taschenrechner 110 Euro. Für Fahrtkosten könnt ihr 30 Cent pro Kilometer rechnen. Für den Umzug in die Universitätsstadt gibt es 730 Euro und wenn ihr ein ​Praktikum​ oder eine Exkursion macht, könnt ihr dafür 24 Euro pro Tag als Verpflegungsmehraufwand berechnen. Auch für Kosten, die für Telefon oder Internet und eure Kontoführung anfallen, könnt ihr  Pauschalbeiträge von 240 beziehungsweise 16 Euro pro Jahr verlangen. 


Fact 4 – Vier Jahre Zeit 

Menschen, die verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, müssen dies immer bis zum 31. Mai des darauffolgenden Jahres machen und beim Finanzamt einreichen. Wer die Steuererklärung aber freiwillig abgeben möchte, kann sich dafür bis zu 4 Jahre Zeit lassen. Das heißt, ihr könnt noch bis zum 31. Dezember 2019 eure Steuererklärung für 2014 abgeben. Das macht Sinn, wenn ihr zum Beispiel bald anfangt, Vollzeit zu arbeiten, denn wenn ihr eure alten  Steuererklärungen macht und demonstriert, dass ihr in den vergangenen Jahren Ausgaben beziehungsweise Verluste aufgrund eures Studiums hattet, werden diese Verluste mit der kommenden Steuer für eure Einkommen verrechnet. So habt ihr als Berufseinsteiger also eine Art Steuerbonus aufgrund der ganzen Ausgaben, die ihr vorher hattet. 

Fact 5 – Ummeldung 

Eure Steuererklärung müsst ihr immer beim Finanzamt der Stadt oder Region abgegeben, bei der ihr auch gemeldet seid. Wenn ihr also fürs Studium umgezogen seid, euch aber nicht umgemeldet habt und noch bei euren Eltern gemeldet seid, müsst ihr die Steuer dementsprechend auch in dem Ort eurer Eltern abgeben. Wenn ihr euch aber beim Umzug umgemeldet habt, könnt ihr die Steuererklärung beim Finanzamt eurer Universitätsstadt abgeben. 

Ein Gastartikel von Alicia Schlack von dem Blog YoungCapital.de

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