Masterstudiengang Unternehmensrecht: Absolventen-Interview

Wir freuen uns, euch heute unseren allerersten Absolventen des Masterstudiengangs Unternehmensrecht (Fernstudium) vorstellen zu dürfen. Benjamin Giek hat zum Jahreswechsel seinen Abschluss erhalten. Er berichtet im Interview von seinen Erfahrungen mit dem Fernstudium.

1. Magst Du kurz skizzieren, wie Du zu dem Masterstudiengang Unternehmensrecht an der PFH gekommen bist?

Dazu muss ich etwas weiter ausholen, da mein schulischer und beruflicher Werdegang schon ein paar Jahre andauert. Ich hoffe die Leser haben etwas Zeit mitgebracht und langweilen sich nicht an meiner Story. 😉
Zunächst habe ich ursprünglich „nur“ einen Realschulabschluss (mittlere Reife) erworben und daraufhin meinen damaligen Traumberuf zum Bankkaufmann erfolgreich abgeschlossen. Nach meiner Ausbildung habe ich relativ schnell gemerkt, dass das Aufschwatzen teilweise sinnloser Vertriebsprodukte, entschuldigt den Begriff, mir nicht so richtig lag. Ich habe mich daraufhin entschlossen, über den zweiten Bildungsweg die Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben. Da eine reine schulische Ausbildung mir noch nie so richtig lag, entschied ich mich für eine Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt. Diese beinhaltet automatisch die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.
Während dieser Fortbildung entwickelte ich meine Neigungen zu Bilanzierung, KLR, Steuerrecht und allgemein für gesetzliche Grundlagen. Dies war auch der Grund weshalb ich mich nach Abschluss der Fortbildung zu einem dualen Studium als Bachelor of Arts (B.A.) in Rechnungswesen, Steuer- und Wirtschaftsrecht entschieden habe. Nachdem ich den Bachelor in der Tasche hatte, war für mich das nächste große Ziel das Steuerberaterexamen. Dieses setzt eine Praxiszeit von mindesten drei Jahren voraus, sodass ich mich direkt nach meinem Bachelor noch für ein Master-Studium zur Zeitüberbrückung entschieden habe.

2. Was hat Dich von unserem Studien-Angebot überzeugt?

Für mich war wichtig, dass ich im Bereich Rechnungswesen / Steuerrecht meine Kenntnisse erweitern konnte. Darüber hinaus wollte ich wesentliche Bereiche des Insolvenzrechts / Gesellschaftsrechts vertiefen, da diese ebenfalls mit meiner Tätigkeit in der Steuerberatungsbranche zusammenhängen. Alternativ zur PFH boten sich mir viele Studiengänge, welche auch den Zusatzteil zum Wirtschaftsprüfer mit abdecken. Dieser Bereich war aber für mich nicht relevant.

3. Wie hat Dir das Fernstudium insgesamt gefallen? Gab es spezielle Inhalte, die Dir besonders wichtig waren?

Da der Masterstudiengang Unternehmensrecht ganz neu mit nur zwei Studierenden gestartet war, ging es anfangs manchmal etwas chaotisch in der Organisation zu. Das hatte aber auf die Qualität der Fernvorlesungen und Fernlehrbriefe keine Auswirkung. Ein reibungsloser Ablauf sowie die Vorbereitung auf die Klausuren waren gewährleistet.
An dieser Stelle möchte ich auch nochmal einen großen Dank an Frau Fernau aussprechen, welche im Bereich der Organisation es manchmal nicht leicht hatte. Hier hat sich aber die Flexibilität der PFH vorbildlich hervorgetan, sodass kurzfristig Termine organisiert oder umgeworfen werden konnten. Die Betreuung seitens der PFH bei Terminproblemen usw. war fast perfekt. 🙂
Auch die Kollegen des Prüfungsamtes waren anfangs mit dem neuen Studiengang etwas überfrachtet, da teilweise noch keine festen Regelungen bzw. Anweisungen hinsichtlich der Prüfungsleistungen existierten. Dies konnte dann zeitnah in Zusammenarbeit mit den Studierenden und Dozenten gestaltet werden. Alle nachfolgenden Studierenden werden ein festes und gut durchstrukturiertes Programm erhalten.
Kurzum, die Studienkollegin und ich waren sozusagen die „Testlinge“. Das ist aber nicht als negativ anzusehen, da wir maßgeblich an der Gestaltung teilhaben konnten.

4. Konntest Du das Lernen gut in Deinen Alltag integrieren?

Je nach Wissensstand müssen neben den Präsenzveranstaltungen auch noch weitere Stunden der Nacharbeit investiert werden. Dies hängt auch ein wenig vom Lerntypus ab.
In den ersten zwei Semestern habe ich eigentlich nicht viel Zeit für die Klausuren investieren müssen, da viele Themen bereits durch den Bachelor-Studiengang noch präsent waren. Mich haben eher die Hausarbeiten und Einsendeaufgaben zeitlich beansprucht, da man hier effektiv viel Zeit benötigte, um Literatur nachzuschlagen und auszuwerten. Dies sollte nicht unterschätzt werden, da die Abgabetermine zeitlich gestrafft sind und man teilweise zwei Hausarbeiten zusammen ausgegeben bekommt und diese in kurzem Abstand niederschreiben sollte.
Hier hatte ich mehrmals eine Fristverlängerung beantragt, da ich neben dem Studium Vollzeit gearbeitet habe und es teilweise auch zu Überstunden hierbei gekommen ist.
Seitens der PFH wurden die Fristverlängerungen aus wichtigem Grund ohne weitere Schwierigkeiten verlängert.

5. Was hat Dir das Studium für Dein Berufsleben gebracht?

Grundsätzlich ist der Masterstudiengang Unternehmensrecht an der PFH unternehmensjuristisch ausgelegt, was mich aber nicht daran hinderte, in meinem Neigungsfach Steuerrecht diverse Hausarbeiten sowie die Master-Thesis anzufertigen. Das hat mir persönlich für die Vorbereitung zum Steuerberater und die Berufspraxis zusätzlich Knowhow verschafft.
Auch für Interessenten aus dem wirtschaftlichen Bereich bietet der Master viele Wahlmöglichkeiten, sodass je nach Neigung das Schwerpunktthema gesetzt werden kann.
Vorteilhaft war für mich auch, dass man bei der Master-Thesis im Prinzip aus allen Modulen die freie Auswahl hat. Ich konnte daher ein steuerliches Thema und den entsprechenden Prüfer auswählen. Andere Studiengänge bieten diese Möglichkeit nicht immer an, sodass man irgendein Thema ausgeteilt bekommt und dies als Abschlussarbeit bearbeiten soll.
Insgesamt war ich mit dem Angebot der PFH sehr zufrieden und kann diese und den Masterstudiengang Unternehmensrecht bestens weiterempfehlen.

Foto: Frank Rimmler

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