Orthobionik: Praktikum in einem Münchener Start-up

„Ich habe mich schon lange vor dem Praktikum für das Thema additive Fertigung interessiert und sogar meine Hausarbeiten über dieses Thema verfasst. Ich sehe den 3D-Druck als eine Technologie, die höchst relevant für die Orthopädietechnikbranche ist und auch in Zukunft sein wird“, sagt Lotta Heise mit Blick auf ihr zurückliegendes Orthobionik-Praktikum.

3D-Druck im jungen Start-up

Mit dem jungen Startup-Unternehmen Mecuris in München, welches mittlerweile mit knapp 30 Mitarbeitern im Bereich 3D-Druck und Orthopädietechnik tätig ist, hat sie den passenden Praktikumsgeber gefunden: Mecuris entwickelt individuelle in 3D gedruckte Prothesen und Orthesen. Darüber hinaus steht die Firma für die Digitalisierung von Prozessen durch die Mecuris Solution Plattform, mittels dieser der Orthopädietechniker oder Patient in nur wenigen Schritten ein CE-konformes und passgenaues Hilfsmittel mit individuellem Design konfigurieren kann. Speziell für Kinder gibt es eine individuelle, robuste und auf Wunsch sogar wasserfeste Lösung für Prothesenfüße. Dies ist wichtig, da es für Kinder bislang kaum passende Prothesenfüße gab und die Akzeptanz seitens der Kinder entsprechend gering war.

Lockere und nette Arbeitsatmosphäre

Zu Lottas Kernaufgaben im Orthobionik-Praktikum gehörten vor allem das „Requirements Engineering“, also das Analysieren von Anforderungen, sowie die Planung, Organisation und anschließende Umsetzung eines Workshops in einem Sanitätshaus. Das Arbeitsklima bei der Firma Mecuris empfand sie als sehr angenehm. Der Altersdurchschnitt ist start-up-typisch niedrig und die Mitarbeiter kommen aus den verschiedensten Ländern. So ist es auch selbstverständlich, dass die Firmensprache Englisch ist.

Gemeinsame Aktivitäten nach Feierabend, wie beispielsweise Bouldern (Klettern ohne Kletterseil) oder der Besuch von Events wie 3DHEALS, Hack&Talk und 12min.me sind bei Mecuris selbstverständlich. Lotta hat sich gerne daran aktiv beteiligt.

Von der Praktikantin zur Werkstudentin

Das sechswöchige Praktikum hat beiden Seiten so gut gefallen, dass die Orthobionikerin nun als Werkstudentin bei Mecuris ihr Können weiter einbringen kann. Lotta erhielt das Feedback, dass insbesondere ihre Kenntnisse aus der Orthopädietechnik und Anatomie für das Unternehmen wichtig seien. „Alles in allem war es die beste Entscheidung, zu Mecuris zu gehen, weil dieses Start-up sehr gut zu mir passt. Die sind jung, frisch und haben verstanden, wie moderne Hilfsmittelversorgung funktionieren sollte“, so Lotta.

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