Platz 2 für Stader Studenten bei Design-Challenge

Juhu, es gibt tolle News vom Hansecampus in Stade. 🙂 Vier PFH-Studenten aus dem Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites haben gerade mit ihrem Helikopter-Entwurf „Ephemeron“ den zweiten Platz bei dem jährlichen Studentenwettbewerb der AHS International gemacht. Das nehmen wir zum Anlass, euch das Projekt vorzustellen und damit einen Einblick in den Studiengang zu geben.  

Wir haben dazu Herrn Professor Unckenbold interviewt, der Faserverbund-Technologie am Hansecampus lehrt und die Jungs bei ihrer 11-monatigen Arbeit unterstützt hat.

1. Wer kam auf die Idee bei der Challenge teilzunehmen? Nimmt die PFH in Stade regelmäßig bei solchen Wettbewerben teil?

Herr Prof. Unckenbold: Die PFH nahm bei dem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) zum ersten Mal teil. Die Idee für die Teilnahme kam von den vier Studenten: Malte Blask, Nick Neubert, Hagen Hagens und Rouven Weg. In den letzten fünf Jahren nahmen studentische Teams der PFH bei internationalen Wettbewerben wie der „Heavy Lift Challenge“ und der „Payload Challenge“ erfolgreich teil. PFH-Teams haben bei diesen Wettbewerben sogar dreimal den ersten Platz gewonnen

Malte Blask, Rouven Weg, Nick Neubert und Hagen Hagens (v.l.) studieren Carbontechnologie an der PFH in Stade und haben die Designstudie „Ephemeron“ entwickelt. Foto: PFH

2. Was war die Aufgabe beim aktuellen Wettbewerb?

Unckenbold: Die Studenten sollten ein neuartiges Fluggerät entwickeln, mit der Spezifikation, dass es mindestens 24 Stunden ohne Zwischenlandung fliegen kann und dabei ein Gewicht 80 Kilogramm tragen muss. Bei der Entwicklung waren kaum Regeln vorgegeben, lediglich das Einsetzen von Energie von außen oder eine heißluftballonartige Einrichtung wurden ausgeschlossen.

3. Was bedeutet der Projektname „Ephemeron“?

Unckenbold: Der Projektname leitet sich aus der griechischen Sprache ab, sodass „Ephemeron“ mit dem deutschen Wort „eintägig“ oder auch „Eintagsfliege“ gleichgesetzt werden kann.

4. Wie haben Sie die Studierenden bei dem Projekt unterstützt?

Unckenbold: Das Konzept wurde von den Studenten federführend ausgearbeitet. Seitens der Hochschule wurde das Projekt von Prof. Dr.-Ing. habil. Nikolay Avgustinov und mir betreut, wir standen den Studenten während der Konzeption bei fachlichen Fragen mit konstruktiven Hinweisen zur Seite.

5. Gab es Pannen bei der Bearbeitung der Aufgabe? Wenn ja, wie wurden diese gelöst?

Unckenbold: Auf dem Weg zum finalen Konzept wurden mehrere Bauweisen untereinander verglichen und bezüglich ihrer Stärken und Schwächen bewertet. In diesem Stadium gab es keine Pannen, die den Fortschritt in dem Projekt elementar gefährdet hätten. Lediglich bei der Gewichtsabschätzung kam es zwischenzeitlich zu ungünstigen Ergebnissen, da ein ständiges Umrechnen von nicht SI-konformen Einheiten notwendig war. Außerdem war es in dem knappen Zeitrahmen des Vorhabens mitunter problematisch, detailliertere Informationen zu einzelnen Komponenten des Fluggerätes wie dem Antriebsmotor zu erhalten. Bei diesen Komponenten musste stets ein Kompromiss aus dem technischen Optimum und der Verfügbarkeit am Markt eingegangen werden

6. Haben Sie die gute Platzierung erwartet?

Unckenbold: Auch wenn das Konzept einen sehr schlüssigen und innovativen Ansatz verkörpert, war eine gute Platzierung in dem Wettbewerb keine Selbstverständlichkeit. Deshalb war es nicht das primäre Ziel, einen Platz unter den ersten drei von insgesamt 17 eingereichten Konzepten zu belegen. Für das Projektteam ist es daher eine besonders große Freude, dass die Gutachter den Ansatz des PFH-Teams wertgeschätzt haben.

Die Platzierung ist insbesondere deswegen von hohem Wert, da das renommierte Georgia Institute of Technology lediglich den dritten Platz erreichte. Somit ist die PFH quasi der beste Newcomer.

7. Wie wird das Preisgeld verwendet und wie geht es mit dem Projekt weiter?

Unckenbold: Die Verwendung des Preisgeldes ist noch nicht final beschlossen. Da an dem Konzept jedoch weiter gearbeitet werden soll, ist eine Verwendung zur Beschaffung von Komponenten für ein erstes modellhaftes Demonstrationsobjekt wahrscheinlich.

 

Zu diesem tollen Ergebnis beglückwünschen wir euch ganz herzlich und hoffen natürlich, dass die Reise, im wahrsten Sinne des Wortes, für „Ephemeron“ weitergeht. 🙂

Updates und alle Infos zum spannenden Projekt findet ihr hier:

Website „Ephemeron“

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