Prakti-Interview „Asklepios Fachklinikum Göttingen“

Name und Alter: Angela Paswerg, 22
Semester und Studiengang: 6. Semester Psychologie
Praktikums-Unternehmen: Asklepios Fachklinikum Göttingen
Abteilung: Tagesklinik 50plus

Aufgaben im Praktikum:

  • Begleitung psychologischer Testdiagnostik
  • Vorbereitung und Durchführung von Patientengruppen
  • Teilnahme an Einzel- und Familiengesprächen
  • Begleitung verschiedener therapeutischen Gruppen

1. Wie hat dir dein Praktikum insgesamt gefallen?

Mein Praktikum hat mir insgesamt sehr gefallen. Das war mein erstes Praktikum im psychologischen Bereich und ich habe einen umfassenden Einblick in die psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung von Menschen in der zweiten Lebenshälfte gewinnen können. Das multiprofessionelle Team der Tagesklinik 50plus arbeitet im sehr engen Kontakt miteinander, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Mein absolutes Highlight während des Praktikums hat sich im Rahmen der Ergotherapie ergeben. Zusammen mit der Ergotherapeutin konnte ich eine Patientengruppe auf der geschlossenen Akutstation begleiten. Auf der Akutstation befinden sich Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Neben sehr depressiven und akut suizidgefährdeten Menschen sind ebenfalls hochgradig manische und schizophrene Menschen dort, die z. T. unter einer wahnhaften Symptomatik leiden.


2. Wie bist du an das Praktikum herangekommen?

Ich habe mich frühzeitig für ein Praktikum im Fachklinikum der Asklepios in Göttingen beworben. Hierbei habe ich den Wunsch geäußert in einer gerontopsychiatrischen Station eingesetzt zu werden. Dieser Bereich interessiert mich, neben der Kinder- und Jugendpsychologie und -psychiatrie, sehr.


3. Wie hast du dein Studienwissen bei der Arbeit eingesetzt?

Mein Studienwissen konnte ich gut bei der Vorbereitung und Durchführung von Patientengruppen einsetzen. Zum Beispiel ging es bei der Entspannungsgruppe einerseits um die Durchführung der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson und andererseits um die Aufklärung über den Verlauf und die Effektivität dieser. Weitere Patientengruppen, die ich vorbereiten und durchführen durfte, waren die Erinnerungsgruppe und der themenzentrierte Gesprächskreis, in denen ich in der Rolle als Therapeutin eine moderierende Funktion eingenommen habe. Hierauf haben mich die zahlreichen Rollenspiele im Studium gut vorbereitet. Ebenso konnte ich mein Studienwissen im Austausch mit meiner Betreuerin und den Fachärztinnen einsetzen, wenn es beispielsweise um die Perspektivenplanung eines Patienten ging.


4. Hat dich das Praktikum weitergebracht, bezüglich der Studieninhalte und bei der Berufsorientierung?

Ja, definitiv. Zu Beginn des Studiums konnte ich mir gut vorstellen in die Richtung der Gestalttherapie zu gehen, was im Verlauf des Studiums zunehmend in den Hintergrund geraten ist. Im Praktikum habe ich auch die therapeutische Gestaltungsgruppe begleitet, was mir sehr gefallen hat und wo ich mich sehr wohl drin gefühlt habe. Hat quasi etwas von „back to the roots“. 😉


5. Wie sieht dein Traumjob nach deinem Abschluss aus?

Puh, das ist eine gute Frage. Mein Traumjob setzt sich vermutlich irgendwann aus der Tätigkeit als psychologische Psycho- und Gestalttherapeutin zusammen. Gerne jeweils in Teilzeit in einer Klinik und in einer eigenen Praxis. Inwiefern das miteinander vereinbar ist, weiß ich noch nicht. Ich würde sagen: mal sehen, wohin mich meine Wege führen.


6. Hast du noch einen Tipp zum Thema Praktikum in einem Klinikum?

Die Praktikumsplätze in Kliniken sind begrenzt. Man sollte sich wirklich rechtzeitig einen Praktikumsplatz sichern, vor allem wenn man einen spezifischen Wunsch bezüglich des Einsatzbereichs hat.

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