Praxisintegriertes Studium an der PFH – Interview mit Frederike

Name: Frederike Kristin Ebner
Ehemaliger Studiengang: General Management
Unternehmen: Sparkasse Göttingen
Abteilung: Prozessmanagement in der Betriebsorganisation

 

1.Kannst du kurz skizzieren, wie du zu dem praxisintegrierten Studium an der PFH gekommen bist?

Ich habe mich erst für die Ausbildung zu Bankkauffrau bei der Sparkasse beworben und diesen Platz auch bekommen. In der Einführungswoche wurde dann bekannt gegeben, dass die Sparkasse einen Kooperationsvertrag mit der PFH abgeschlossen hat und ab Oktober (2014) ein praxisintegriertes Studium anbietet. Ich habe mich dann direkt per E-Mail bei unserer Personalchefin und meiner Ausbilderin dafür beworben. Nachdem ich Aufnahmetests in der Sparkasse und in der PFH bestanden hatte, konnte es dann im Oktober 2014 losgehen. :)

 

2. Wie lief dein praxisintegriertes Studium ab?

Im Prinzip lief es nicht großartig anders ab, als bei den „normalen“ Studenten. Nur musste ich mich nie um ein Praktikum bemühen und war in den Semesterferien immer in der Sparkasse. Neben dem Studium habe ich außerdem auch die Ausbildung zur Sparkassenkauffrau und zur Bankkauffrau gemacht.

 

3. Was ist der Vorteil an einem praxisintegriertem Studium? Gibt es auch einen Nachteil?

Der Vorteil des praxisintegrierten Studiums ist aus meiner Sicht vor allem die Verbindung von Theorie und Praxis und zusätzlich in meinem Fall, dass ich die Ausbildung parallel zum Studium absolviert habe. Auch die Sicherheit, während und nach dem Studium, einen Job zu haben, würde ich als Vorteil sehen. Zudem habe ich während meines Studiums viele verschiedene Bereiche der Sparkasse kennenlernen dürfen und so einen Rundumblick bekommen. Den bekommen die anderen Studenten im Regelfall nicht, da sie nur wenige Bereiche eines Unternehmens kennenlernen können.

Gleichzeitig bedeutete die Bindung an ein Unternehmen für mich aber auch, dass ich nirgendwo anders ein Praktikum machen konnte. Zum Teil fand ich das schade, da ich nicht wie meine Kommilitonen verschiedene Unternehmen und Branchen kennenlernen konnte. Auch ein Auslandssemester konnte ich leider nicht machen.

 

4. Inwiefern war dein Arbeitgeber in die Inhalte deiner Ausbildung involviert?

Ich habe meine Hausarbeiten und meine Bachelor-Thesis über Sparkassenthemen geschrieben und auch meine Schwerpunktwahl im 5. Semester (Banking & Finance) war durch das praxisintegrierte Studium schon vorab definiert. Ansonsten habe ich das Studium inhaltlich wie jeder andere Student meines Studienganges absolviert, nur dass ich wie gesagt in den Semesterferien in der Sparkasse war.

 

5. Das praxisintegrierte Studium klingt nach viel Arbeit, wie sah der Alltag bei dir aus?

Die Praxis- und Studienphasen waren bei mir, wie auch bei den anderen Studenten, getrennt voneinander. Ich musste also nicht nach der Uni in die Sparkasse gehen, um zu arbeiten. Das hätte vom Stundenplan her auch gar nicht gepasst, nur ab und zu musste ich freitags in der Sparkasse arbeiten. Nach der Uni und an den Wochenenden musste ich viel lernen, Zeit für Familie, Freunde und Hobbys habe ich aber trotzdem irgendwie immer gefunden.

Stressig wurde mein Alltag dann vor allem, wenn sich Klausuren-Phasen in der PFH mit Klausuren in der Sparkasse überschnitten haben. Insbesondere das zweiwöchige Abschluss-Tutorial, welches ich als Vorbereitung auf meine Abschlussprüfung zur Sparkassen- und Bankkaufrau in Hannover absolviert habe, die anschließenden Prüfungen in der Sparkasse und in der PFH und auch die Bachelor-Thesis waren Zeiten, in denen ich nicht wirklich viel Freizeit hatte. 😉 

 

6. Hat dein Unternehmen dich finanziell unterstützt bei dem Studium?

Ja, die Sparkasse hat die kompletten Studiengebühren übernommen. Außerdem habe ich wie die anderen Auszubildenden der Sparkasse „Azubi-Gehalt“ bekommen. Auch deshalb ist das praxisintegrierte Studium aus meiner Sicht ein Riesenvorteil: Ich hatte eine sehr gute Praxisausbildung und ein exklusives Studium und habe nach meinem Studium die Jobsicherheit – für mich ist das wie ein 6er im Lotto! Besser hätte es für mich nicht laufen können. 🙂

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