„stress_aktiv“ – Das Stressbewältigungsprogramm

Das Stressbewältigungsprogramm „stress_aktiv“, das an der PFH zusammen mit Studierenden der Psychologie (Schwerpunkt Gesundheitspsychologie) entwickelt wurde, befindet sich derzeit noch im Zertifizierungsprozess zur Maßnahme im betrieblichen Gesundheitsmanagement bei der BARMER Krankenkasse. Die Zertifizierung bildet den Grundstein für die kommenden Veranstaltungen bei den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB) – das Pilotprojekt im Herbst 2017 hat dort großen Anklang gefunden. Bei der Nacht des Wissens am 26. Januar könnt ihr das Programm ausprobieren, weshalb wir euch hier die Hintergründe des Projektes näherbringen wollen.

Was ist „stress_aktiv“?

stress_aktiv ist ein Lernprogramm zur Förderung individueller Kompetenzen zur Stress­bewältigung. Entwickelt wurde es 2017 von Dozenten der Gesundheitspsychologie der PFH Prof. Dr. Michael Gutmann und Dipl. Psych. Karen Märtens. Es vermittelt, dass man Stress nicht einfach aushalten muss, sondern selbst aktiv werden kann – sei es vorbeugend oder auch in der Reduzierung des Stressempfindens z.B. über eine veränderte Sichtweise auf die stressauslösende Bedingung, durch optimierte Kommunikationsstrategien, durch Bewegung oder auch durch den Einsatz von Entspannungsverfahren. An insgesamt 8 Terminen werden dazu 10 unterschiedliche inhaltliche Module angeboten. Das Besondere an diesem Format ist, dass sich die Modulauswahl nach dem individuellen Bedarf der Teilnehmer richtet. Grundsätzlich bildet die aktive Einbeziehung der Teilnehmer und die Berücksichtigung von deren individueller Situation, einen zentralen Aspekt.

Welche Chancen bietet das Programm den Studierenden der PFH?

Praxisprojekte jeder Art bieten den Studierenden Erfahrungen, die über das theoretische Wissen hinausgehen, Situationen, die positiv herausfordern, die die Kooperationsfähigkeit und die kommunikativen Fähigkeiten stärken, bieten Chancen auf Momente der Freude über ein praktisches Gelingen.

Für die Studierenden mit dem Schwerpunkt Gesundheitspsychologie, sowohl des Präsenz- als auch des Fernstudiums, besteht ab dem 3. Semester die Möglichkeit, am Projekt “stress_aktiv” mitzuwirken. Sei es in der praktischen Mitarbeit bei den Veranstaltungen oder auch im Rahmen von Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten, die empirische Grundlagen für eine Qualitäts­sicherung liefern können. Der eigens entwickelte „Fragebogen zum individuellen Stresserleben“ (FINSTER) liefert erste erfreuliche Ergebnisse im Hinblick auf die Testgütekriterien.

Interview mit Psychologie-Student Franz Schmolke (4. Semester)

  1. Was genau hat dich motiviert, so aktiv bei dem Programm mitzuwirken?

Im Vorjahr habe ich bereits bei der Entstehung von stress_aktiv den älteren Psychologiestudenten über die Schulter gucken dürfen und wollte diese Eindrücke dann gerne selber erleben. Es ist schließlich eine einzigartige Chance, als Bachelorstudent, schon bei Maßnahmen im Gesundheitsbereich tätig zu werden.

2. Wie sah deine Arbeit innerhalb des Projektes aus? Was waren deine Aufgaben?

Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr bei der Durchführung des Programms. Die Mischung aus Vortrag und Interaktion mit den Teilnehmern erfordert vorausgegangenes Training und Standsicherheit im Themengebiet, beides habe ich im Team im vergangenen Semester abgedeckt und darüber hinaus zusammen kleinere Aufgaben, wie FINSTER-Erhebungen oder Ideen für die Ausarbeitung des theoretischen Konzepts erarbeitet.

3. Warum hältst du Praxisprojekte im Studium für wichtig?

Praxisprojekte überbrücken die Kluft zwischen Lehre und Berufsleben, das hilft dem Studenten und freut den Arbeitsmarkt. Hochschulen beanspruchen für sich sehr praxisorientiert zu sein und dieser Vorsprung gegenüber Universitäten ist entscheidend. Wenn es um den Berufseinstieg geht, ist dank der Praxiserfahrung kein so großes Hindernis mehr im Weg und weniger Platz für negative Überraschungen.

4. Gibt es einen „ultimativen“ persönlichen Tipp zur Stressbewältigung von dir?

Ja, tatsächlich gehe ich schon seit Jahren mit einer einfachen Wahrheit sehr gut durchs Stressrennen: Man selbst ist nicht der Nabel der Welt. Was immer andere Autofahrer, unfreundliche Kassierer, nervige Arbeitskollegen oder sonstige laufende Stressoren tun, sie machen das nicht, um einen zu ärgern, sondern haben in der Regel entweder keine Ahnung oder aber einen Grund für ihr Verhalten, wie z.B. einen schlechten Tag, ein unausweichliches Blockflötenvorspiel des Kindes oder eine plötzliche Schwangerschaft. Wenn man nachsichtig manche Situationen einfach durchwinkt und die Existenz von vereinzelten „Totalausfällen“ akzeptiert, perlt der Stress von einem ab und man kommt viel entspannter durchs Leben. 😉

Ein Gastartikel von Karen Märtens

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