Orthobionik: Praktikum in den USA

Größer, breiter, schneller, einfach mehr! Diese Worte sollten zum täglichen Begleiter während des Aufenthalts in den USA werden. Im 6. Semester des Orthobionik-Studiums hat Thomas Wetzelsperger ein sechswöchiges Praktikum genutzt, um sich einen langersehnten Traum zu erfüllen: das Erlebnis USA.

Der Weg vom Flughafen zum Hotel war für ihn ein kleiner Kulturschock. Der Größenunterschied zwischen dem für Studenten leistbaren Mietauto und den überdimensionierten Trucks der Texaner trieb dem gebürtigen Bayer ebenso den Angstschweiß auf die Stirn wie die um zwei Uhr nachts noch vorherrschenden 35 Grad Celsius.

Leichter Einstieg durch gute Vorbereitung im Orthobionik-Studium

Das Gastunternehmen Arm Dynamics in Dallas wurde für die nächsten sechs Wochen zum Mittelpunkt seines Alltags und gleichzeitig zur Quelle wertvoller Eindrücke und Kontakte. Der Hersteller für prothetische Versorgungen der oberen Extremität ist aufgrund seiner Spezialisierung einer der bedeutendsten Anbieter dieses Gebietes. „Die gute fachliche und sprachliche Vorbereitung durch das Orthobionik-Studium hat mir den Einstieg in den Arbeitsalltag denkbar leicht gemacht. Die Umstellung auf das angloamerikanische Maßsystem, die Erkenntnis, dass alle Kollegen Schusswaffen besaßen und die für uns Europäer ungewohnt starken Unwetter trugen dennoch manchmal zu erhöhtem Puls bei“, so  Wetzelsperger. Durch das Praktikum bei der Arm Dynamics lernte er Versorgungsqualität auf neuem Niveau kennen. Von mit LEDs ausgestatteten Schäften bis zu individuell entwickelten Lösungen, die einem beidseits amputierten Verbrennungsopfer das Golfen wieder ermöglichte, war das Produktportfolio geprägt von dem Streben nach der bestmöglichen Versorgung.

Kulturschock mit erfolgreichem Ausgang

Die überwältigende Gastfreundschaft der Kollegen bot ihm die Möglichkeit, texanische Kultur zu erleben: Vom typisch amerikanischen Wochenende am See zum Unabhängigkeitstag, bis zu Ausflügen zur Shooting Range und zum Rodeo ließen seine Gastgeber keine Gelegenheit aus, um dem Studenten aus Deutschland den „American Spirit“ näher zu bringen. Nach dem Orthobionik Praktikum blieb noch Zeit für eine Rundreise an der Westküste. San Francisco, Las Vegas, Los Angeles, San Diego, Phoenix und der Grand Canyon haben Eindrücke hinterlassen, an die sich Wetzelsperger ein Leben lang erinnern wird. Mit Blick zurück fasst er zusammen: „Die Zeit in den USA war fachlich und persönlich für mich stark bereichernd. Aus Kollegen wurden Freunde und aus anfänglich unsicheren Arbeitsweisen wurden einsetzbare Fähigkeiten, Patienten ein besseres Leben zu ermöglichen.“ 

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